meine Entdeckungsreise

Deine ersten Schritte

 

Ein erster Schritt: Dein Tagebuch

Lege für Dich ein magisches Tagebuch an. In diesem dokumentierst Du Deine ersten Schritte und Deinen Werdegang von einer Junghexe zur Hexe. Wenn Du Deinen Weg auf diese Weise festhältst, kannst Du leichter Deine Fortschritte erkennen und vor allem erleichtert es im Rückblick die Reflexion. Außerdem ist es eine Feine Sache, später einmal zurückzublättern und die ersten Erfahrungen mit Ritualen in Erinnerung zu rufen. Zudem gibt es Coven und Hexenzirkel, in denen es Tradition ist, zu Beginn der Hexen-Weihe gemeinsam ist die ersten Einträge zu schauen und sich an die ersten gemeinsamen Schritte zu erinnern, bevor mit der Weihe ein neuer wichtiger Abschnitt im Leben einer Hexe beginnt. Für den Weg, der vor einem liegt, ist es immer gut, zurückschauen zu können, woher man kommt und was man schon alles erreichen konnte.
Am besten verwendest Du ein Buch, eine Kladde oder die Form der Dokumentation, die Du später als Dein persönliches „Buch der Schatten“ nutzen möchtest. In einem Buch der Schatten hältst Du eine Mischung aus Grundlagenwissen, weitereführendes Hexenwissen und eigene Erfahrungen fest: Vom Hexencredo über Regeln bis hin zu eigenen Erfahrungen mit Rezepturen, Visualisierungen usw. (Was ist ein Buch der Schatten und welche Form eigenet sich? Erfahre hier mehr: Das Buch der Schatten) Es ist dabei natürlich hilfreich, wenn Du Deine Eintragungen mit Datum und persönlichen Empfindungen oder Notizen vermerkst.

 

Dein zweiter Schritt: Dein Bild von einer Hexe

Als nächstest solltest Du Dich fragen, was für Dich eine Hexe ist: Was für ein Bild von einer Hexe hast Du vor Augen, wenn Du Dich selbst aufmachen möchtest, um eine Hexe zu werden? Was ist für Dich eine Hexe? Schreibe Deine Definition in Dein magisches Tagebuch oder Buch der Schatten.

 

Dein dritter Schritt: Deine Motivation

Du hast Dich entschieden, Dich auf den Weg zu machen, um eine Hexe zu werden: Warum? Welche Erwartungen hast Du daran? Welche Ziele verfolgst Du? Was ist Deine Vorstellung vom Hexe-Sein? Du solltest zudem für Dich in Deinem magischen Tagebuch festhalten, seit wann Du Dich für Hexerei interessierst und wie ist dazu gekommen bist. Hegst Du diesen Gedanken schon länger? Hast Du Dich schon einmal dem Thema Magie gewidmet oder mit dem Gedanken gespielt? Vor allem sind aber Deine aktuellen Beweggründe wichtig: Was versprichst Du Dir konkret davon? Und hast Du Befürchtungen oder Bedenken, wenn Du diesen Weg einschlägst? Sei ehrlich zu Dir selbst! Es nützt nichts, wenn Du Dir etwas vormachst. Auch wenn Du vielleicht noch keine ganz genaue Vorstellung von dem hast, was Dich auf dem Weg zur Hexe begegenen könnte, beschreibe es für Dich so genau wie es Dir momentan möglich ist. Wenn Du nicht ehrlich zu Dir bist, ist es ein Zeichen, dass Du noch nicht bereit bist für die nächsten Schritte und nur Deine Zeit verschwenden würdest. In diesem Fall solltest Du noch einmal über Deine Beweggründe nachdenken, warum Du Dich auf dem Weg zu einer Hexen begeben möchtest. Kannst Du Deine Beweggründe benennen, kannst Du die nächsten Schritte tun.

Anregungen im Netz:

 

Dein vierter Schritt: Erkundige Dich

Bevor Du Dich in Dein erstes Ritual stürtzt, solltest Du Dich ausgiebig mit den Grundlagen des Hexentums befassen: Du solltest Dich mit den Regeln und Traditionen vertraut machen, Anleitungen zur Vorbereitung studieren und Dich auf der Basis eines umfangreichen Hintergrundwissens Deinen ersten wirklichen Ritual nähern.
Jetzt kommen wir auf Deine Defition einer Hexe vom zweiten Schritt zurück: Blättere in Deinem magischen Tagebuch zurück und schau Dir noch einmal Dein Bild bzw. Deine Beschreibung einer Hexe an.
Als nächstest machst Du Dich auf eine theoretische Reise auf und recherchierst nach anderen Definitionen. Schau in Hexenbüchern nach, surfe dazu im Internet und lese einschlägige Blog und Beiträge in Hexenforen. Lese Dir auch den Artikel in Wikipedia durch und vergleiche diese Vorstellungen mit Deinem Bild. Sicherlich wird es hier oder dort Abweichungen geben – auch in den vielfältigen Bücher und vorallem auf den unterschiedlichen Internetseiten wird es ganz unterschiedliche Bilder und Definitionen vom Hexe-Sein geben. Du wirst auf widersprüchliche Darstellungen stoßen oder es wird kleine und große Unterschiede geben. Und sicherlich wird auch Dein Bild – wenn auch nur in Nuancen – von der ein oder anderen Definition Dritter abweichen. Das muss kein schlechtes Zeichen sein! Wie bei vielem im Leben gibt es auch hier nicht die eine goldene oder allumfassende und ewiggültige Definition. Und niemand und keine Strömung kann in dieser Fragestellung den „Stein der Weisen“ für sich alleine beanspruchen. Das hat auch einen Grund:
Das Hexe-Sein ist bei den meisten Bewegungen und Strömungen (selbst innerhalb der Gruppe der Wicca gibt es unterschiedliche Traditionen und Schulen) mit einer religiösen Komponente verbunden (meistens (Neu)heidnisch bzw. in Verbindung mit Naturreglionen – hierauf kommen wir noch zurück – oder erfahre hier mehr: Hexen und Religion). In Glaubenssachen – auch innerhalb ein oder der selben Religion – haben wir es mit persönlichen Eindrücken und Erfahrungen zu tun, deshalb liegt es in der Natur der Sache, dass es kleine oder große Abweichgungen in den Definitionen und Darlegungen gibt. Und das ist auch gut so!

Einige Linktipps:

 

Dein fünfter Schritt: Was zu klären ist

Nachdem Du Dich mit einigen Hintergründen beschäftigt hast, solltest Du versuchen, für Dich Dein Bild einer Hexe klarer zu ziehen und dabei auch auf Deine Beweggründe und Ziele (dritter Schritt) zurückblicken. Wie schaut Dein Weg weiter aus? Vielleicht musst Du ein paar Entscheidungen treffen oder zumindest vorbereiten: z.B.

  • Ist für Dich das Hexe-Sein mit einer religiösen Komponente verbunden?
  • Falls ja: Findest Du Dich in den Beschreibungen des (Neu)Heidentums wieder – oder spielt eine andere Religion für Dich eine Rolle? (es gibt auch Hexen im Christentum und sogar im Islam: erfahre mehr)
  • Falls ja: Sagt Dir eine der Wicca-Traditionen zu – oder ist für Dich zunächst die grobe Orientierung an einer paganen Lebensweise schon ausreichen?
  • Ist für Dich das Hexe-Sein ein Weg, den Du nur in einer Gruppe (Coven/Zirkel) mit ihren Gruppenregeln weiter verfolgen kannst – oder verstehst Du Dich als Solitaire (Solitär) – als freifliegende Hexe ohne Anbindung an eine Hexengruppe?

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